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- Der Bildstock - |
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Das Jubiläums-Geschenk anlässlich des 75-jährigen Bestehens der |
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St. Hubertus-Schützenbruderschaft an die Rektoratsgemeinde Uedemerbruch |
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Etwa
sechzig Jahre lang hatte ein wenig beachtetes, aber wertvolles Kunstwerk
hinter der Rektoratskirche Zur Heiligen Familie in Uedemerbruch seinen
angestammten Platz: Ein Relief in den Maßen 75 x 67 x 26 cm mit der
Darstellung der Heiligen Familie von Nazareth, ein Werk des bekannten
Gocher Bildschnitzers Ferdinand Langenberg aus der Zeit um 1900. Es
bietet einen Einblick
Die Bruderschaft verstand ihr Angebot als Geschenk anlässlich ihres 75jährigen Bestehens an die Rektoratsgemeinde zur Heiligen Familie Uedemerbruch. Die Initiative der St. Hubertus Schützenbruderschaft wurde von den Gremien der Kirchengemeinde und von der Bevölkerung allgemein begrüßt, weil das Relief aus künstlerischen und kunsthistorischen Gründen wertvoll ist und ein schönes Ausstattungsstück der Kirche darstellt. Ein weiterer Grund, das Relief mit der Darstellung der Heiligen Familie zu restaurieren und in den Blick der Öffentlichkeit zu rücken, ist in die Zukunft gerichtet. In einem Vortrag zum Thema „Die Zukunft der Familie“ stellte Professor Dr. Rudolf Eickelpasch, Münster, Mitte vorigen Jahres in Recklinghausen fest: „Die Familien gehören auf die rote Liste der bedrohten Lebensformen." Der Soziologe begründet seine provokativ klingende These: Die strukturelle Rücksichtslosigkeit des Marktes gegenüber Ehe und Familie sei die Hauptursache für die Krise der heutigen Familie. Die Erfordernisse der Marktgesellschaft würden sich am „vollmobilen“ Single orientieren. In Deutschland sei es äußerst schwierig, Familie und Beruf zu vereinbaren. In unserer Gesellschaft zeichnet sich zwar nicht das Ende der Familie ab, wohl aber ein tiefgreifender Wandel der familiären Lebensformen. Die „Normalfamilie“ ist nach wie vor die am stärksten vertretene Familienform. Gleichzeitig gibt es aber auch immer mehr Ein-Eltern-Familien, nicht-eheliche Lebensgemeinschaften, sogenannte „Fortsetzungsehen“ und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften. Fundamental unterschiedliche Lebensformen kann man aber nicht über einen Kamm scheren. In ihrem Hirtenwort zum Familiensonntag 1999 schrieben die deutschen Bischöfe, es sei schädlich für die Menschen und von Grund auf zerstörerisch für die Gesellschaft, die wesenhafte Bedeutung von Ehe und Familie zu bestreiten. Die Folgen dieser besorgniserregenden Entwicklung seien allenthalben sichtbar, die Leidtragenden vor allem die Kinder und Jugendlichen. Auch diese prinzipiellen Überlegungen haben die Bruderschaft seinerzeit bewogen, das Relief mit der Darstellung der Heiligen Familie von Nazareth zu neuen Ehren zu bringen. Bei seinem Besuch in Nazareth sagte Papst Paul VI. (+ 1978): „Das Haus von Nazareth ist eine Schule des Evangeliums. Hier lernen wir, wie wichtig das häusliche Leben ist. Nazareth gemahne uns an das, was eine Familie ist, an ihre Gemeinschaft in der Liebe, an ihre Würde, ihre strahlende Schönheit, ihre Herzlichkeit und Unverletzlichkeit, an ihre durch nichts zu ersetzende Bedeutung. Nazareth lehre uns, welche Aufgabe die Familie ihrer Natur nach in der Ordnung der Gesellschaft hat.“ Die Errichtung des Bildstocks mit der Darstellung der Heiligen Familie von Nazareth und seine Einsegnung am Kirmesmontag 2000 sind Ausdruck unseres Wunsches, dass den Uedemerbrucher Familien stets ein partnerschaftliches, glückliches, ja christliches Miteinander gelingen möge. (hg) |
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Das Relief der Heiligen Familie an seinem ursprünglichen Platz in der Kirchenmauer |
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Zeittafel der Bildstockerstellung |
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02.06.1999 |
Beschluß zur Errichtung des Bildstocks |
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03.08.1999 |
Ausbau des Reliefs am alten Standort (Foto rechts) |
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April 2000 |
Beginn der Erd- und Maurerarbeiten |
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09.05.2000 |
Grundsteinlegung |
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16.05.2000 |
Aufbringung der Natursteinplatte und Erdarbeiten am Kabelnetz |
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26.05.2000 |
Richtfest |
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06.07.2000 |
Fertigstellung der Dachkonstruktion und Einsetzen des restaurierten Reliefs |
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10.07.2000 |
Schützenmesse und Segnung des Bildstocks |
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Diese Zeichnung des Bildstockes zur Aufnahme des restaurierten Reliefs wurde von Initiator Präses Heinrich Geurtz höchstpersönlich entworfen und war die Grundlage für ein besonderes Bauwerk in Uedemerbruch. |