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Von WERNER STALDER
UEDEM. Es war das am besten
gehütete Geheimnis beim Herbstfest der Historischen Deutschen
Schützenbruderschaften im Bezirksverband Kleve: Unter den Klängen von
"Kriminaltango" trug Moderator Herbert Ginters, begleitet von
vier Bodyguards, einen Koffer mit den Ergebnisheften aus den
Schiesswettbewerben und Fahnenschwenker-Wettbewerben in das bis auf den
letzten Platz gefüllte Bürgerhaus in Uedem. Die
"Leibwächter" waren übrigens Kinder der St.
Sebastianus-Schützenjugend. Diese war in Uedems guter Stube besonders
stark vertreten. Der stellvertretende Bezirksbundesmeister Theo de Laak
konnte das amtierende Bezirkskönigspaar Anton und Monika Thissen aus
Pfalzdorf, Bezirkspräses Propst Theodor Michelbrink und zum ersten Mal
die St. Sebastianus-Bruderschaft aus Keppeln
begrüßen. Sein Dank galt der gastgebenden St. Agatha-Bruderschaft
Uedem. Und dann ging es Schlag auf Schlag. Schließlich waren 135 Pokale
und Urkunden unter das Schützenvolk zu bringen. Während
Bezirksschießmeister Paul Janssen und Bezirksjugendgeschäftsführer
Andreas Dörning die Aufgabe hatten, die Silberpokale und Urkunden den
Siegern zuzuordnen, hatte Bezirksjungschützenmeister Herbert Ginters in
der Vize-Bezirksschießmeisterin Anja Kiesewetter eine schlagfertige
Partnerin für die Moderation. Die beiden verstanden es vorzüglich, die
vielen Schießdaten abwechselungsreich und humorvoll zu präsentieren.
Diesmal ging es querbeet: Vom Jungschützenmeisterpokal über die
Rundenvergleichswettkämpfe 2003/2004, die Bezirksmeisterschaften, das
Bezirks-Preisfahnenschwenken und den Pickerspokal und vom
Sommerbiathlon und Damenpokal bis zum Jugendfreihandpokal, um nur einige
Wettbewerbe zu nennen. Im Uedemer Bürgerhaus hatten die Sieger oft
weite Wege, um ihre Auszeichnungen abzuholen, aber bei der Bekanntgabe
brandeten stets Jubel und Beifall auf. Wenn die herrlichen Wanderpokale
zu vergeben waren, ermahnte der Moderator stets die Sieger:
"Also im nächsten Jahr bitte den Pokal schön graviert und
geputzt zurück", wobei die Geehrten natürlich den Wunsch hatten,
dass die begehrte Trophäe in ihrer Bruderschaft verbleiben würde. Ganz
originell und neu: Ein Wettbewerb mit der Frage, wie viel aktive
Fahnenschwenker und Schützen haben in 2004 aktiv an Wettbewerben
teilgenommen? Richtig war: 378 Jugendliche, Frauen und Männer. Für die
Sieger gab es schöne Preise. Auch bei der Tombola warteten wieder
prächtige Gewinne auf die glücklichen Sieger. Die vielen Jungschützen
hatten einen besonderen Spaß daran, die Pokale und Auszeichnungen im
Namen der Senioren entgegenzunehmen, was die Moderatoren zu der
Feststellung veranlasste: "Unser Bezirksverband Kleve wird immer
jünger". Der Medaillenspiegel der Schießwettkämpfe in 2004,
wobei nur Preise auf Bezirksebene berücksichtigt wurden, ( nicht
berücksichtigt wurden das Bezirksprinzenschießen und
Bezirkskönigschießen auf Vogel, Sommerbiathlon sowie die Sieger in den
jeweiligen Einzelwertungen) zeigte folgendes Bild: St. Hubertus,
Uedemerbruch neun Preise, St. Kosmas u. Damian, Hülm-Helsum
sieben Preise, St. Hubertus, Reichwalde sechs Preise, St.
Antonius, Hönnepel, St. Lambertus, Appeldorn und St. Martinus, Qualburg
jeweils zwei Preise, St. Johannes, Wissel und St. Antonius, Hau
jeweils einen Preis. Insgesamt nahmen 18 Vereine an 30
Schießwettbewerben auf Bezirksebene teil. Endlich wurde dann auch das
Geheimnis gelüftet: alle Besucher konnten das wertvolle Ergebnisheft
mit nach Hause nehmen.
Schaut
euch die Ergebnisse an. << hier >>
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